HAMED ABDEL-SAMAD: Islamkritiker als Volksverhetzer?

WImage635945230669185779eil er Mohamed als "Massenmörder und krankhaften Tyrann" bezeichnet hat, wurde Abdel-Samad angezeigt und von der Berliner Staatsanwaltschaft verhört.

Die Gedanken sind frei", heißt es im Volkslied. Artikel 5 Grundgesetz sichert die Meinungs- und Pressefreiheit sowie die Freiheit der Kunst und der Wissenschaft. Will ausgerechnet die Staatsanwaltschaft Berlin gegen unsere Verfassung verstoßen?

Hier sind die Fakten: Der deutsch-ägyptische Publizist Hamed Abdel-Samad, ein aufgeklärt islamkritischer Muslim, hat ein Buch über den Islam-Propheten veröffentlicht: "Mohamed. Eine Abrechnung" (München 2015). Darin finden die Leser die These, Mohammed sei ein "Massenmörder und krankhafter Tyrann" gewesen.

Das ist, zugegeben, für weich gespülte deutsche Seelen und orthodoxe Muslime starker Tobak, aber auch und gerade bezogen auf und für starken Tobak gilt Gedanken- und Meinungsfreiheit. Harmloses Geplänkel bedarf keines Verfassungsschutzes. Toleranz bedeutet zudem: die total andere Meinung des anderen hinzunehmen bzw. zu ertragen. Sie zu tolerieren, ohne sie akzeptieren zu müssen.

Nun hat irgendjemand gegen den Autor Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet. Die Staatsanwaltschaft Berlin nimmt die Anzeige offensichtlich ernst, obwohl Abdel-Samad weder gegen ein fremdes noch das eigene Volk aufwiegelt.

Das Recht gegen das Grundrecht

Vor wenigen Tagen wurde der Autor einbestellt und vernommen. Derjenige, der vom Recht geschützt werden soll und laut Verfassung geschützt werden muss, soll sich nun seinerseits recht(!)fertigen. Verdreht hier nicht die Vertretung des Rechts, also die Staatsanwaltschaft, das Recht, welches sie von Amts und Verfassung wegen zu schützen hat? Diese Frage muss gestellt werden.

Ist nicht bereits die Vernehmung ein Verstoß gegen die Meinungs- und Gewissensfreiheit, also gegen das Grundgesetz? Öffnen damit Vertreter des Rechts jedem das Einfallstor, der Kritiker einschüchtern oder mundtot machen will?

Auf seiner Facebook-Seite schreibt Abdel-Samad: "Wie kann man eigentlich Volksverhetzung messen? Zählt man die Köpfe, die wegen meines Buches abgetrennt wurden, kommt man auf die Zahl Null. Auch wurden deshalb keine Menschen vertrieben oder von ihrer Arbeit entlassen. Wie viele Menschen sind aber seit dem Erscheinen meines Buches Im Namen von Mohamed und dem Koran getötet?

Wie viele Menschen wurden vertrieben, versklavt oder vergewaltigt? Wer soll wen eigentlich anklagen? … Islamkritiker in der islamischen Welt müssen mit Todesstrafe, Gefängnis oder Auspeitschung rechnen. Auch in Europa werden sie von radikalen Islamisten bedroht. Für Politiker sind sie unerwünscht oder mindestens ’nicht hilfreich‘. Von Linken und Dialog-Profis werden sie schikaniert, diffamiert und kritisiert. Dass auch die deutsche Justiz sich an dieser Sanktionierung beteiligt, ist für mich ein Skandal!"

Die Gedanken sind unfrei

Der Mann hat recht, denn unser Recht scheint hier durch Vertreter unseres Rechts gefährdet. Unsere Rechtswelt steht Kopf. Die Gedanken sind unfrei, wenn das unrechtmäßige Verhalten der Rechtsbehörde als Recht gilt.

Als Islamisten 2015 Redakteure der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" ermordeten, schrie die Welt empört auf und verlangte auch für harte Mohammed-Karikaturen Meinungsfreiheit. Mit Waffen brachten die Terroristen die Islamkritiker nicht zum Schweigen. Soll das hier und jetzt mit Worten, dem Recht, versucht werden?

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2 Responses to HAMED ABDEL-SAMAD: Islamkritiker als Volksverhetzer?

  1. kurt mai says:

    Dann müsste man das Deutsche Volk ,die Mehrheit ,wegen Volksverhetzung gegen sich selbst ,Verurteilen . Denn das Deutsche Volk lässt ja die Volksverhetzung selber zu .Oder ist es schon Aufgestanden ,hat noch Ehre u.u.u. in sich ? Nein ! Wer über eigentlich keine Volksverhetzung ? Angefangen von Dorfbewohner bis „Regierung “ ? Findet man noch welche ? Wie groß müssten dann die Haftlager sein ?

  2. kurt mai says:

    Das ist alles möglich in Deutschland ,wenn man über politische Grundkenntnisse Verfügt ! Schon wenn man weiß ,das Deutschland kein Rechtsstaat -Staat ist . Nicht anerkannt ,von höchsten Gerichten selbst ! Im Zusammenhang damit auch keine G.G. /Verfassung verfügt . Diese sind nur provisorisch dem Deutschen Volk aufgezwungen und zur Unterschrift gezwungen wurden . Durch Alliierte ! Also keine Deutschen G.G. /Verfassung .Diese können bekanntlich nur von einem selbstständigen ,anerkannten Staat gegeben werden . Was wiederum eine vorherige Staatsgründung bedarf ! Alles politische Grundkenntnisse ! Dann gehen Deutsche Gerichte nicht gegen sogenannte G.G. /Verfassung vor ,sie müssen !!!! Da spielen “ G.G. /Verfassung “ überhaupt keine Rolle ! Will denn kein Richter sein Amt verlieren ! Bevor man über Deutschland politisiert ,sollte man schon den Status von Deutschland kennen !

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